Bekämpfung von Durchwuchskartoffeln

Bekämpfung von Durchwuchskartoffeln

EIP-Agri

Bekämpfung von Durchwuchskartoffeln

Entwicklung eines Robotersystems zur gezielten Erkennung und mechanischen Entfernung von Durchwuchskartoffeln – ohne den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel.

Förderhinweis

Ein im Rahmen des GAP-Strategieplans Deutschland 2023–2027 gefördertes Projekt im Freistaat Bayern. Gefördert durch die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP-Agri).

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Projektziel

Durchwuchskartoffeln treten in Folgekulturen als unerwünschte Beipflanzen auf und stellen eine zunehmende Herausforderung im Ackerbau dar. Sie konkurrieren mit Nutzpflanzen um Ressourcen und können die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen fördern.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Robotersystems, das diese Pflanzen gezielt erkennt und mechanisch entfernt – ohne den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel.

Durchwuchskartoffeln im landwirtschaftlichen Kontext

Abbildung 3: Durchwuchskartoffeln in einem Maisbestand

Quelle: LWK Niedersachsen

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Ausgangssituation

Nach der Kartoffelernte verbleiben häufig Knollen im Boden, die in den Folgejahren erneut austreiben. Diese sogenannten Durchwuchskartoffeln:

Beeinträchtigen Erträge in Folgekulturen

Erschweren Fruchtfolgen

Erhöhen phytosanitäre Risiken

Sind nur schwer vollständig zu kontrollieren

Bestehende Verfahren konzentrieren sich oft auf die oberirdischen Pflanzenteile und erreichen die im Boden liegenden Knollen nur unzureichend.

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Lösungsansatz

Im Projekt wird ein innovatives System entwickelt, das gezielt auf die nachhaltige Bekämpfung im Boden ausgerichtet ist:

KI-gestützte Erkennung einzelner Pflanzen

Punktgenaue Positionierung eines mechanischen Werkzeugs

Gezielter Eingriff in den Boden zur Schädigung der Knollen

Kombination aus automatisierter und überwachter Steuerung

Der Fokus liegt auf einer möglichst vollständigen Unterbrechung des Wachstumszyklus durch die Behandlung der Mutterknollen im Boden.

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Erwartete Ergebnisse

Ziel ist die Entwicklung eines praxistauglichen Systems, das unter realen Bedingungen eingesetzt werden kann.

Erwartet werden insbesondere:

Eine deutliche Reduktion des Einsatzes von Herbiziden

Eine effektivere Bekämpfung durch Eingriff im Boden

Eine Verbesserung der Feldhygiene und Pflanzengesundheit

Eine Entlastung landwirtschaftlicher Betriebe

Das System soll sowohl im konventionellen als auch im ökologischen Landbau einsetzbar sein und neue Möglichkeiten für nachhaltige Produktionssysteme eröffnen.

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Projektaktivitäten

Das Projekt umfasst mehrere zentrale Entwicklungsschritte:

Aufbau eines KI-Systems zur Pflanzenerkennung

Entwicklung mechanischer Werkzeuge zur Knollenbehandlung

Konstruktion eines geländetauglichen Trägerfahrzeugs

Integration von Steuerung und Sicherheitsfunktionen

Durchführung umfangreicher Feldtests

Ein besonderer Fokus liegt auf der Kombination von Digitalisierung und mechanischer Bearbeitung.

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Meilensteine

Entwicklung und Integration der Kerntechnologie

Erprobung unter Praxisbedingungen

Demonstration des Systems im landwirtschaftlichen Einsatz